So schnell wollen wir die Alpen nicht verlassen – also biegen wir nach Franzenfeste ins Pustertal ab und folgen dem neuen Radweg Richtung Bruneck – interessanterweise ein Teil des Fernradweges München -Venedig. Ziel ist heute der Ort Mittelolang (was für ein Name?), wofür wir auch schon eine vage Hotel-Reservierung haben – gar nicht so einfach, denn alles hat hier derzeit geschlossen, um sich vor der gerade beginnenden Sommersaison von der zu Ende gehenden Skisaison zu erholen.

Der Weg von Sterzing bei angenehmem Gefälle bis Franzenfeste, wo wir den Auswurf des sich im Bau befindlichen Brenner-Basistunnels bestaunen:

Weiter geht’s dann auf dem wunderbar ausgebauten Fahrradweg entlang der Rienz bis Bruneck.




Viel absolute Höhe gewinnen wir nicht, aber die vielen Zwischensteigungen – 20m rauf und wieder 20m runter – sind steil, verlangen oft den kleinsten Gang und zehren an den Kräften. Immerhin bekommen wir unseren ersten Kaffee in Italien im Café Stumpfl in Mühlbach.

Um 14 Uhr treffen wir in Bruneck die zwei Fahrradfreunde wieder, die wir schon am Brenner getroffen hatten – prima, sie passen auf unsere Fahrräder auf während wir uns im Spar proviantieren.

In der Hauptstraße von Bruneck verzehren wir dann die erworbenen Tiroler Fleischwaren – bei Thomas erfordert das ein kleines Verdauungsschläfchen in der Mittagssonne.

Nun beginnt der letzte Abschnitt unserer heutigen Tour. Ein irrer Weg entlang der Rienz mit Tunnels und Brücken, super angelegt und ausgeschildert.

Unser Ziel – das Hotel Pörnbacher in Mittelolang – ist ein Volltreffer. Wunderbar gelegen, in allen Richtungen blitzen die schneebedeckten Dolomitenspitzen. Der Blick von unserem Balkon – spektakulär!


Nach einer kurzen Inspektion unserer Fahrräder

entschließen wir uns zum Essen im Panorama Restaurant – eine nachdrückliche Empfehlung unseres Wirtes. Die dafür notwendigen 90 Höhenmeter per Velo beeindrucken uns überhaupt nicht mehr und lassen sich zudem problemlos mit Gnocchi und Lasagne kompensieren.


Wieder ein wunderbarer Tag. Morgen noch die finalen 200 Höhenmeter nach Toblach und dann stehen uns 150 km Abfahrt bis Villach bevor.

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