Der 4. Tag: Bye, bye Brennertal – Pustertal wir kommen

So schnell wollen wir die Alpen nicht verlassen – also biegen wir nach Franzenfeste ins Pustertal ab und folgen dem neuen Radweg Richtung Bruneck – interessanterweise ein Teil des Fernradweges München -Venedig. Ziel ist heute der Ort Mittelolang (was für ein Name?), wofür wir auch schon eine vage Hotel-Reservierung haben – gar nicht so einfach, denn alles hat hier derzeit geschlossen, um sich vor der gerade beginnenden Sommersaison von der zu Ende gehenden Skisaison zu erholen.

Der Weg von Sterzing bei angenehmem Gefälle bis Franzenfeste, wo wir den Auswurf des sich im Bau befindlichen Brenner-Basistunnels bestaunen:

Weiter geht’s dann auf dem wunderbar ausgebauten Fahrradweg entlang der Rienz bis Bruneck.


Viel absolute Höhe gewinnen wir nicht, aber die vielen Zwischensteigungen – 20m rauf und wieder 20m runter – sind steil, verlangen oft den kleinsten Gang und zehren an den Kräften. Immerhin bekommen wir unseren ersten Kaffee in Italien im Café Stumpfl in Mühlbach.

Um 14 Uhr treffen wir in Bruneck die zwei Fahrradfreunde wieder, die wir schon am Brenner getroffen hatten – prima, sie passen auf unsere Fahrräder auf während wir uns im Spar proviantieren.

In der Hauptstraße von Bruneck verzehren wir dann die erworbenen Tiroler Fleischwaren – bei Thomas erfordert das ein kleines Verdauungsschläfchen in der Mittagssonne.

Nun beginnt der letzte Abschnitt unserer heutigen Tour. Ein irrer Weg entlang der Rienz mit Tunnels und Brücken, super angelegt und ausgeschildert.

Unser Ziel – das Hotel Pörnbacher in Mittelolang – ist ein Volltreffer. Wunderbar gelegen, in allen Richtungen blitzen die schneebedeckten Dolomitenspitzen. Der Blick von unserem Balkon – spektakulär!

Nach einer kurzen Inspektion unserer Fahrräder

entschließen wir uns zum Essen im Panorama Restaurant – eine nachdrückliche Empfehlung unseres Wirtes. Die dafür notwendigen 90 Höhenmeter per Velo beeindrucken uns überhaupt nicht mehr und lassen sich zudem problemlos mit Gnocchi und Lasagne kompensieren.

Wieder ein wunderbarer Tag. Morgen noch die finalen 200 Höhenmeter nach Toblach und dann stehen uns 150 km Abfahrt bis Villach bevor.


Comments

4 responses to “Der 4. Tag: Bye, bye Brennertal – Pustertal wir kommen”

  1. Gertraud Unger Avatar
    Gertraud Unger

    Wunderbar! Trotz beträchtlicher Höhenmeter Traumtage und Radwege, wie man sie sich wünscht. Ich freu mich schon auf den nächsten Tag 🙂

  2. Barbara Huber Avatar
    Barbara Huber

    Eine herrliche Radtour bei tollem Wetter und beachtlichen Höhenmetern. Respekt. Ich freu mich jeden Tag auf Euern Bericht. LG Barbara

  3. Daniel Avatar
    Daniel

    Schöner blog. Danke für‘s mitnehmen.

  4. Bärbel Bernhardt Avatar
    Bärbel Bernhardt

    Guten Abend aus Augsburg, Ihr Wahnsinns- Fahrradrecken!
    Bei so viel unverschämten Superlativen kann ich mich einem Kommentar nicht entziehen 😎. Im Rauf und Runter der Höhenmeter schwurbeln vom Lesen schon die Gehirnwindungen 😃. Ich finde richtig klasse, was Ihr macht. Eure Beinmuskeln müssten inzwischen gestählt sein. Wie ist das mit dem Muskelkater? Und habt Ihr nicht mittlerweile mal Sehnsucht auf einen kleinen Regentag……oder, ganz unpassend und heimlich, für einen Tag das Fahrrad mal in den Zug zu packen 😂?
    Ich verfolge mit Wonne Eure Tour……….. auf dem Sofa 🏖️ 😃 und wünsche Euch weiterhin eine glückliche Reise .Fortsetzungsfolgen für uns Daheimgebliebene werden mit Spannung erwartet…..
    Bitte überfahrt keine Gemse und haltet Euch von Bären fern.
    Viele liebe Grüße, Bärbel

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